Kreativgarten - Stefanie Busch

Bienen

die Faszination die von diesen Tieren und ihrem Sozialstaat ausgeht ist grenzenlos. Jeden Tag gibt es neue Beobachtungen, neues zu lernen. Unsere Bewunderung für diese Tiere steigt mit jeder neuen Geschichte. Ganz klar, dass ich 2015 in den Imkerverein Buchholz i.Nh. eingetreten bin, inzwischen den Bienenkurs absolviere und eine Honigschulung mitgemacht habe. Seit Januar 2016 habe ich die Bienen offiziell von meinem Imkerpaten übernommen. Wir haben im Dezember 2015 2 Wirtschaftsvölker und 2 Ableger eingewintert. Alle 4 sind im Frühjahr gesund in die Saison gestartet.

Impressionen April 2015 - erste Kontroll Untersuchungen

viele Bienen - wie in einem Horrorfillm
Kontrolle der Rähmchen  - Suche nach Weiselzellen
Pollensammlerinnen
Kontrolle der Rähmchen  - Suche nach Weiselzellen
Drohenlarven

Impressionen vom Mai 2015

Bienenbärte
Brutrahmen
Arbeiterinnen schauen uns an
Kontrolle der Rähmchen  - Suche nach Weiselzellen
Brutrahmen
Königin eingekäfigt. So ist sie sicher und wird nicht aus Versehen beim Kontrolliern und Ziehen der Waben zerquetscht.
Impressionen des Mohns von 2015

Im Mai 2014 musste alles ganz schnell gehen, wir haben eine Schwarm eingefangen. Danach war so viel zu tun, deshalb lebte der eingefangene Schwarm 2015 immer noch in einer neuen weissen Styropur-Beute. Ich bekam im Mai die Erlaubnis, den Kasten anmalen zu dürfen. Während ich am Vatertag abends gegen 20 Uhr bei lauen Temperaturen von über 22 Grad Celsius, als alle Bienen schon Zuhause waren, die Zargen bestrich, hörte ich ein komisches "Tuten". Klang wie Hühnerlaute. Die lebten nebenan, waren aber auch schon im Stall. Am zweiten Abend war es wieder da. Ich googelte diese Beobachtung und fand heraus, dass ich das Gespräch zwischen neuer und alter Königin belauscht hatte. Das Volk war kurz vorm Schwärmen... Der Imker kam und wir kontrollierten am nächsten Tag das Volk und fanden zwei komplett entwickelte Weiselzellen kurz vorm SChlupf. Wir entfernten sie vorsichtig und legten sie beiseite. Innerhalb von Minutem, nachdem das Tuten der alten Königin nicht mehr vernommen wurde, schlüpften die neuen Königinnen.

die weisse Beute
Die neue Königin beisst sich nach draußen
die neue Königin
hier entsteht der Ableger

 Hier geht es demnächst weiter. Denn in den letzten Monaten ist dann noch soviel passiert.

2016 haben wir das Jahr mit 4 Völkern begonnen. Zwei waren Wirtschaftsvölker, zwei kamen einzargig als Ableger in die Saison. Im Mai 2016 startete die erste Gartenreise und dafür bekamen wir ein neues Bienenareal. Die Hühner sind in den Vorgarten umgezogen und die Bienen bekamen eine planierte Fläche im Hühnerauslauf. Irgendwann in dem Zeitraum haben wir uns entschieden, selbst Imker zu werden und haben deshalb gleich noch eine zweite Fläche für die Bienen vorbereitet.

Zum Mai 2016 kam dann ein Schauvolk in den Garten hinzu. Und da die Völker stark waren, haben wir zwei Sammelableger angelegt. Am 18.5. und 20.5. hingen dann plötzlich zwei Schwärme in Nachbars Garten. Zunächst dachten wir, die kommen woanders her. Im Laufe des Sommers stellte sich dann aber heraus, dass es unsere eigenen Völker waren. Das stellten wir deshalb fest, weil die Schwarmkontrolle ab Mitte Mai funktionierte und wir auf einmal zwei weisellose Völker hatten. Bei zwei Ablegern sind die Jungköniginnen auch nicht durchgekommen, also vier Völker ohne Königin.

Wir haben diverse Wege ausprobiert, um neue Königinnen zu bekommen. Bei einem Volk, dem orangen, hat es leider nicht geklappt. Dieses Volk habe ich dann ausgeschüttelt, die Bienen haben sich auf die anderen Völker verteilt. Das Jahr war für die Honigproduktion schlecht. Zur Haupttrachtzeit war es zu kalt und regnerisch. Im August mussten wir notfüttern, dafür haben sie von September bis November fleissig Efeutracht heimgeschleppt.

 

Fazit des Jahres: Für die Bienenkontrolle in 2017 gelernt, Brille aufsetzen und auch nach Stiften suchen. Schwarmkontrolle früher anfangen. Honigrühren mit mehr Gelassenheit.

Wir haben im Dezember 10 Völker eingewintert, davon 2 Völker einzargig.

Alle Völker sind in die neue Saison 2017 gestartet. Im Innern viel Schneckenfraß, eventuell eine Maus, aber alle sind durchgekommen.

Bienen umstellen

Im Februar 2017 haben wir unter der Kiefer einen dritten Bienenplatz angelegt, damit die 10 Völker gut in Zweierpaaren stehen können.

Die Saison hat aufgrund des Wetters früh angefangen. Das erste Volk, ein großer Ableger vom Vorjahr hatte am ersten Maerz schon fertige Drohnen im Brutraum. Die Waben waren alle belegt, auch voll Brut und zwischendrin viel Drohnenbrut. Die befragten Fachleute sagten, Drohnenbrütiges Volk, die Königin ist vielleicht nicht von genug Drohnen begattet worden. Abschütteln. Waben einschmelzen.

Wir kennen uns noch nicht damit aus, sind den Experten gefolgt. Inzwischen glaube ich aber, dass es die beste Königin war, sie war schon so fleissig, hatte aber einfach keinen Platz für eine geschlossene Drohnenbrutabteilung und hat deswegen die Dicken überall zwischengequetscht. Schade, ein tolles Wirtschaftsvolk durch den Imker verloren. Alle anderen Völker hatten extrem viel Winterfutter. Das haben wir Anfang April entnommen, um Platz für die Brut zu schaffen und dann kam die Kälteperiode zurück. Auch dieses Jahr wird kein leichtes Bienenjahr werden.